Wallfahrtskirche St. Jodok

Tännesberg

Denkmalschutzmedaille 2021

Die Wallfahrtskirche St. Jodok wurde ab 1550 in Quellen regelmäßig genannt. Sie wurde im 30- jährigen Krieg zerstört, jedoch wieder aufgebaut und 1691 wieder geweiht. Seitdem steht die „Kirche auf der Wiese“, wie Herr Karl vom Bay. Landesamt für Denkmalpflege sie genannt hat, im Grunde unverändert an ihrem Ort. Die letzten fünf Renovierungen, die letzte um 1976, sind durch Jahreszahlen im Bodenbelag bekannt.

Bauabschnitt 1 – Außenrenovierung:
Abbruch der 1976 angebrachten umlaufenden Betonschürze, Herstellung einer Ringdrainage zur Trockenlegung im Fundamentbereich. Abschlagen des Sperrputzes bis ca. 1,50 m Höhe und Ersatz mit Trass- Kalk- Putz. Aufwändige Sanierung des Dachwerks und zimmermannmäßige Maßnahmen infolge des echten Hausschwamms im Schwellenbereich. Einbau von zwei Holz- Sprengwerken zur Ablastung des Turms und zur Aufnahme der Schubkräfte des Fünfachtelschlusses über dem Chor. Schließlich kompletter Abbau der Kunstschiefer-deckung und Ersatz durch Naturschiefer auf neuer dickerer Schalung. Neubau des Bodenbelags aus Holz im Dachgeschoss. Der bei der letzten Renovierung angebrachte Rillenputz wurde an der gesamten Kirche zu einer frei Hand aufgetragenen Oberfläche überspachtelt. Neuer mineralischer Anstrich mit neuer Farbgestaltung der Fensterlaibungen. 

Bauabschnitt 2 – Innenrenovierung:
Vollständige Restaurierung der drei Altäre, der Kanzel und der barocken Orgel. Abnahme der alten Anstriche und vollständige Renovierung der Raumschale. Versetzen der Madonna im Rosenkranz vom Chorbogen gegenüber dem Wiener Pestkreuz aus dem Jahr 1690. Reduzierung der Figuren und Bilder und so Schaffen von ruhigen Wänden für neue Apostelleuchter. Und schließlich als Krönung die neuen liturgischen Orte mit dem neuen Volksaltar und Ambo von Künstler Tom Kristen. Neugestaltung der Sakristei und neue elektrische und akustische Anlagen sowie Lichtgestaltung.