Städtebauförderung
Stadt Vohenstrauß
Seit 1971 ist die Städtebauförderung neben der Dorferneuerung ein bedeutendes Instrument zur Förderung einer nachhaltigen Stadt- und Ortsentwicklung, um Städte, Märkte und größere Gemeinden in ihrer städtebaulichen Entwicklung zu unterstützen.
Hier fließen Mittel aus dem Land Bayern, dem Bund und aus der Europäischen Union in förderwürdige Projekte ein. In meinem Büro wurden die beiden Projekte „Bahnhofstraße“ und „Pleysteiner Straße“ geplant.
Bahnhofstraße
Die Bahnhofstraße zeigte sich im Bestand als ein rein funktionaler Straßenquerschnitt mit ca. 8,50 m Breite zwischen den Borden und beidseitigem Gehweg. Bis auf eine private Grasfläche waren die öffentlichen und auch die meisten privaten Bereiche vollflächig asphaltiert, wobei diese Flächen vielfach repariert und vollkommen verbraucht waren.
Bei der Planung war das Ziel, die Straße vor allem optisch schmäler zu gestalten und die Achse leicht zu verschwenken. Die Ausbaubreite beträgt 8,00 m bei 7,00 m Asphalt, die Länge ca. 225 m. Die Gehwege wurden durch die leichte Verbreiterung und die Einfügen eines grünen Trennbereichs am westlichen Fahrbahnrand erheblich aufgewertet. Alle Einmündungen wurden in Anlehnung an die Altstadt ein Stück gepflastert.
Übergeordnete verbindende Elemente sollen zu einem harmonischen Gesamtbild des Straßenzuges führen. Durch möglichst viele Baumstellungen beidseits der Fahrbahnränder soll die Hauptachse in Richtung Altstadt gestärkt und die inhomogenen Gebäudestellungen harmonisiert werden. Die im westlichen Bereich üblichen Metallzäune für die schmalen Vorbereiche wurden auch am westlichen Bereich mehrfach eingeführt, etwa auch beim Gasthof zur Post, was den Biergarten aufwertet.
Das nach oben geknickte Betondach mit dem Charme der 1960er Jahre der ehemaligen Tankstelle wollte man als Busunterstand erhalten. Da dies aus statischen Gründen nicht möglich war, wurde ein neues Buswartehäuschen mit einem ähnlichen Dach entworfen und gebaut. Das pink gestrichene ehemalige Tankstellengebäude wurde mit Lärchenholz verkleidet. Baum- und Heckenpflanzungen harmonisieren diesen Ort.
Der von Norden kommende westlich gelegene Radweg wird im Schnittpunkt mit dem übergeordneten Radweg auf die östliche Seite verlegt, und vor allem weiter in die Altstadt geführt. Grund für die Versetzung ist, dass auf der östlichen Straßenseite die Gastronomie liegt und die dreieckförmige Wiese am Schnittpunkt der Radwege zur Radfahrerrast mit einem Pavillon und einer Sitzgruppe- und einer kleinen Brücke über den Bach - umgestaltet werden konnte.
Der Apothekenhof wird vom Eigentümer selbst in Anlehnung an die öffentlichen Maßnahmen neu gestaltet. Ein besonderer Blickfang ist „Tor zur Stadt“ zum Eingang in die Altstadt. werden. Hier stand einst das Stadttor. Zwei Granitstelen mit dem Wappen von Vohenstrauß symbolisieren das. Schließlich konnten die privaten Anlieger ermuntert werden, sich bei den Gebäuden und auch bei den Vorbereichen einer Erneuerung der Bahnhofstraße anzuschließen, um somit zu einem besseren Gesamtbild der Örtlichen Einfahrtsstraße beizutragen und die Attraktivität von Vohenstrauß damit weiter zu steigern.
Pleysteiner Straße
Im Bestand war die Pleysteiner Straße, die beidseitigen Gehwege, ebenso die anliegenden Parkplätze am Friedhof, die Zufahrt zum Friedhof und die weiteren Nebenflächen nahezu vollständig einheitlich asphaltiert, wobei der Straßenkörper verbraucht war.
Das Entwurfsgebiet beginnt am westlichen Rand des Fluderwegs / der Wallstraße auf Höhe der Kreuzung Autohaus Hopf (einschl. Anbindung an den Übergang zur Altstadt) und endet ca. 30 m vor der Einmündung in die Siedlerstraße an der Grenze zu einem früheren Ausbau. Die Ausbaulänge beträgt ca. 310 m. Auf ca. 280 m war ein Neubau im Vollausbau der Pleysteiner Straße notwendig. Die Ausbaubreite beträgt dabei durchgehend 5,50 m Asphaltbreite, zuzüglich der beidseitigen Randeinfassungen.
Neben dem Neubau von Asphalt- und Pflasterflächen sollen auch die angrenzenden Grünflächen neu gestaltet und dadurch erheblich aufgewertet werden. Die Grasfläche vor dem Haus Nr. 18 wurde zu einer Streuobstwiese umgewandelt. Auf der Fläche zwischen Haus Nr. 25 und dem Friedhof entstand unter den großen Bäumen als besondere Maßnahme ein Insektengarten.