Pfarrkirche St. Margareta
Weihern/Stadt Pfreimd
1866 Neubau als Ersatz der zu kleinen und baufälligen Vorgängerkirche, wobei der Turm bis 1930 auf der Ostseite blieb und erst danach mit Sakristei auf der Westseite errichtet wurde. Die Kirche wurde gegenüber der in etwa geosteten Vorgängerkirche um 90 Grad in Richtung Nordwesten gedreht. Das Langhaus ist mit einem Satteldach mit roter Ziegeleindeckung gedeckt, der Turm mit einem flachen roten Pyramidendach.
Die letzte Außenrenovierung fand in den Jahren 1985- 1987 statt. Anlass für die aktuelle Außenrenovierung sind die üblichen Schäden aus aufsteigender Feuchtigkeit und einfach der Verbrauch der Materialien durch Wind und Wetter.
Bauabschnitt I – Außenrenovierung:
Trockenlegung durch abschnittsweise Freilegung der Fundamentzonen zum Teil bis über 2 m Tiefe, Verbandeln und Ringdrainage mit Spülschächten. Abschlagen des schadhaften Außenputzes im Sockelbereich bis 2,5 m Höhe, Neuputz und neuer Anstrich mit rein mineralischer Farbe. Zimmermannsmäßige Ausbesserungen im Dachwerk. Barrierefreier Zugang bei dem Nebenportal auf der Westseite.
Bauabschnitt II – Innenrenovierung:
Neben den allgemeinen Befunduntersuchungen zu Raumschale, Ausstattung und holzsichtigen Bauteilen wurden ein Hydrogeologisches Gutachten und eine Langzeitmessung von Luftfeuchtigkeit und Raumtemperatur, jeweils über ein Jahr, durchgeführt.
Entgegen der Prognosen zeigte sich, dass es bis ca. 3 m Tiefe kein anstehendes Grundwasser gibt, wodurch auf eine Innendrainage verzichtet werden konnte.
Bei der Raumschale und der Ausstattung wurden im Lauf der Geschichte mehrere Veränderungen im jeweiligen Stil der Zeit vorgenommen. Verlorengegangene und heute wieder geschätzte Elemente, vor allem die Farbgestaltung des Innenraums, sollen durch die Innenrenovierung wieder, so weit als möglich oder sinnvoll, zur Geltung kommen.
So wird die Raumschale wieder grün mit roten Begleitlinien in den Fenstergewänden.
Das Rot, das bei den Holzbalken der Decke gefunden wurde, wird ebenfalls wieder erscheinen.
Die gesamte Ausstattung wird restauriert und die holzsichtigen Teile werden überarbeitet und farblich einem Gesamtkonzept zugeordnet. Das Gestühl erhält eine neue dunklere Holzfarbe.
Es entsteht ein neuer Beichtstuhl, ebenso die Möblierung der Sakristei.
Das Gestühl wird um eine Bankreihe zurückgebaut, um vor den Altarstufen mehr Platz zu bekommen. Im Presbyterium werden Stipes und Antrittspodest des Hochaltars zurückgebaut, um Raum für den neuen Altar zu schaffen. Altarraum und liturgische Orte mit Altar, Ambo, etc. werden nach einem Künstlerwettbewerb von Dominik Schleicher aus Wolfring neu geschaffen